Eines kann man dem Iveco Massif sicher nicht vorwerfen: Dass er ein Massenprodukt wäre.

Die Verkaufszahlen sind überschaubar, in Deutschland bewegen sie sich im dreistelligen Bereich. Da ist es lobenswert, und vom unternehmerischen Standpunkt aus durchaus mutig, wenn eine Firma für dieses Nischenprodukt eine eigene Zubehör-Palette bereit hält. Solches tut die Firma Haller aus Gersthofen, mit deren Hilfe man den italienischen Allradler der alten Schule nach allen Regeln der Kunst individuell aufmotzen kann.

Lieferbar ist etwa ein straßenzugelassener Bullfänger aus poliertem Edelstahl, der auch zur Befestigung von Zusatzscheinwerfern geeignet ist. Aus gleichem Material gefertigt ist die Einstiegsleiste, bestehend aus zwei Rohrbügeln mit einem Durchmesser von einmal 76 mm und einmal 25 mm, die zusammen eine bequeme Trittstufe ergeben. Die Offroad-Variante besteht aus einem Rohr (Rohrdurchmesser: 76 mm) und schützt das Fahrzeug als seitliche Eintrittleiste im Gelände. Ebenfalls lieferbar: Ein Rammbügel fürs Heck aus 60 mm Edelstahlrohr. Damit der Besitzer mit dem Massif in der Nacht nicht im Dunkeln steht, bietet Haller einen Doppelbügel zur Befestigung von Zusatzscheinwerfern auf dem Dach des Allradlers an. Klar, dass die passenden Zusatzscheinwerfer mit Edelstahlgehäuse und Schutzgittern ebenfalls im Programm sind. Für standesgemäßen Auftritt bietet Haller verschiedene Felgen (Alu oder Alu poliert) an, möglich ist eine Bereifung der Dimension 255/75R16/17 und 265/75R16/17. Wem der Massif zu wenig Bodenfreiheit hat, der kann zu einer Fahrwerkshöherlegung
um 50 mm greifen. Der Satz besteht aus neuen Federn und Stoßdämpfern. Haller verspricht eine weichere Federcharakteristik und eine höhere Verschränkung des Fahrzeugs im Gelände.

Für Fahrer und Beifahrer sind Sportsitze lieferbar, die in Kombination mit einer Sitzschienenverlängerung montiert werden können. Maximal zwei zusätzliche Sitze können im Kofferraum installiert werden. Möglich sind eine Festmontage oder eine Variante mit Schnellverschlüssen, die bei Bedarf eine Demontage erlaubt. Wem der Platz im Kofferraum nicht ausreicht, dem bietet Haller einen Dachgepäckträger aus pulverbeschichtetem Stahl an, befestigt mit sechs Haltern. Tragkraft: 150 Kilo. Den Aufstieg aufs Dach ermöglicht eine seitlich angebrachte Heckleiter. Die kann ohne zusätzliche Bohrlöcher der Karosserie montiert werden. Die Befestigung oben erfolgt über eine Klemmverbindung in der Dachrinne, unten über bereits vorhandene Löcher unterhalb der Heckstoßstange. Für den Laderaum gibt es Ladeboxen mit einem Fassungsvermögen von rund 100 Liter, zum Verstauen kleinerer Dinge. Verriegelung werden die Boxen aus pulverbeschichtetem Stahl mit Schnappverschlüssen.

Der Optik dienen die Verkleidung von Armaturenbrett-Grundträger und Mittelkonsole sowie des Lenkrads und des Haltegriffs mit Leder. Die Kunststoffteile des Armaturenbretts sind in Ral-Farbe lackiert oder optional auch in Carbon-, Alu- oder Riffelblechoptik zu haben. Auch die Verkleidung der Türen, der A- und B-Säule, sowie die Verkleidung über den Türen und der Frontscheibe und die Rücksitzbank können mit Leder bezogen werden.

Für den harten Einsatz gedacht ist das Unterbodenschutz-Set.

Es soll die beiden Achsdifferentiale sowie Getriebe und Allradhandbremse bei Bodenkontakt im Gelände
vor größerem Ungemach schützen. Außerdem gibt es einen Alu-Schwallschutz, der bei Wasserdurchfahrten verhindern soll, dass Wasser von unten in den Motorraum schwappt. Außerdem schützt der Schwallschutz die Ölwanne. Noch mal Schutz: Das Lichtgitter-Set soll die Fahrzeugbeleuchtung vor Steinschlag mit kleinen Steinen bewahren. Nutzorientiert ist auch die in die Stoßstange integrierte Seilwinde. Sie ist hinter dem Personenschutz des Stoßfängers integriert, eine TÜV-Abnahme ist nicht erforderlich.

Quelle: Gerhard Prien – www.adventuremedia4u.de